Lytro Lichtfeldkamera Test

Anmerkung: Das geteste Modell stammte aus den USA, da zum Testzeitpunkt die Lytro Lichtfeldkamera noch nicht in Deutschland angeboten wurde.

Unboxing – Auspacken

Lytro Lichtfeldkamera SchachtelDie erste positive Überraschung ist die Verpackung und ihre Größe. Es handelt sich um eine recht kleine weiße Schachtel, die äußerst spärlich bedruckt ist. Aus dem Wort “Lytro” gibt es nichts zu lesen, und auf den anderen Seiten der Verpackung sind die jeweiligen Seitenansichten der Kamera abgebildet.

Nach dem Öffnen des Kartons ist man schon wieder überrascht, wenn einem die Kamera auf einer Art Podest stehend präsentiert wird.

Im Lieferumfang enthalten sind

  • Lichtfeldkamera
  • Quick Start Guide
  • USB Kabel
  • Schlaufe zum ums Handgelenk hängen
  • Magnetischer Objektivverschluss
  • Reinigungstuch für das Objektiv

 

Technische Daten

Hier ist eine Zusammenstellung der wichtigsten technischen Daten der Lytro Lichtfeldkamera: Hand mit Lytro Lichtfeldkamera

  • Die Kamera wird in drei Farben angeboten: rot, graphit und blau. Die rote Version verfügt über einen internen Flash-Speicher von 16GB, der für 750 Bilder ausreicht. Die beiden anderen Modelle verfügen nur über 8GB Flash-Speicher und können nur 350 Bilder aufnehmen.
  • Die Linse ist eine f/2 Festbrennweite mit 8-fach optischem Zoom. Das ist ein sehr lichtstarkes Objektiv, weshalb die Kamera auch keinen Blitz hat.
  • Zur Bedienung der Kamera gibt es einen Ein-Aus-Knopf, einen Auslöseknopf, einen Zoom-Schieber und einen 33mm multi-touch Screen bedient. Der Auslöseknopf und der Zoom-Schieber sind in den Teil mit der schwarzen Kunststoffkappe integriert.
  • Die Lichtfeld Auflösung wird von Lytro mit 11 Megarays angegeben. Die per Download erhältliche Computer-Software kann JPEG Bilder in der Auslösung 1.080 x 1.080 Pixel abgespeichern. Das entspricht einer Bildauflösung von 1,2 Megapixel.
  • Die Software zum Importieren, Verarbeiten und Verändern der Bilder ist im Moment nur für Apple Mac OS X verfügbar. Lytro arbeitet an einer Windows Version, hat jedoch aber noch keinen konkreten Termin für die Veröffentlichung angekündigt.
  • Der Output der Lichtfeldkamera wird in einer Datei mit der Extension .lfp gespeichtert. “lfp” steht für “light field picture” file.
  • Das Gehäuse der Kamera besteht aus Aluminium. Das Gewicht ist mit 214 Gramm sehr leicht, und die Maße sind mit 41 mm x 41 mm x 112 mm recht kompakt.

Wie macht man Bilder?

Das Fotografieren mit der Lytro Lichtfeldkamera ist aufgrund der ungewöhnlichen Form zunächst etwas anders. Doch es ist überhaupt nicht schwierig und nach ein paar Fotos hat man sich schnell an die neue Kamera gewöhnt.

Lytro Bedienung

Um ein Bild zu machen, muss man nur auf den Auslöseknopf (“Shutter”) auf der Kameraoberseite drücken. Unmittelbar davor befindet sich der Zoom-Schieber (“Zoom Slider”), mit dem der optische Zoom gewählt werden kann.

Hat man einmal ein Bild gemacht, kann man dieses auf dem Touchscreen betrachten und die “living picture” Funktion ausprobieren. Alles funktioniert genau so, wie man es schon von SmartPhones oder Tablet Computern kennt. Leider ist der Touchscreen recht klein, deshalb macht das Betrachten der Bilder am Computer mehr Spass.

Dazu wird die Lichtfeldkamera einfach per USB Kabel mit dem Computer verbunden. Hier lässt sich wirklich super mit den Bildern spielen! Man kann seine Bilder dann per Facebook, lytro.com oder einfach per Link sharen. Die Software bietet auch die Möglichkeit, Bilder ins JPEG Format zu exportieren. Die Fokussierung kann natürlich ganz beliebig ausgewählt werden.

Testbilder

Hier sind einige Testbilder der Lytro Lichtfeldkamera. Nachdem die Bilder vollständig geladen sind, klicken Sie auf den Bereich des Fotos, den Sie scharfstellen möchten. Der Mauszeiger verwandelt sich dabei in ein kleines Quadrat.

Lichtfeldkamera Test Fazit

Die Lytro Lichtfeldkamera ist wirklich eine revolutionäre Kamera. Sie macht möglich, wovon Fotografen seit der Erfindung der Fotografie geträumt haben. Man kann jetzt endlich einfach abdrücken und nach der Aufnahme den Fokussierungspunkt wählen.

Die Bedienung der Kamera ist kinderleicht. Man muss kein Experte sein, um tolle Bilder zu machen und sich durch die Schärfeebenen zu wählen. Ein kleiner Wermutstropfen ist, dass die Software zur Bearbeitung der Bilder auf dem Laptop oder Desktop bislang nur für Apple Mac Computer erhältlich ist.

Die Lichtfeldkamera ist ideal für alle, die eine Fun-Kamera suchen und/oder sich kreativ austoben wollen. Die Lytro Kamera kann ein fantastischer Begleiter für sie werden.

Die Kamera ist jedoch (noch) kein Ersatz für eine digitale Spiegelreflexkamera. Dazu ist ihre Auflösung zu gering. Die Bilder sehen zwar toll im Internet aus, doch auf Bildgrößen, die über ein normal groß ausgedrucktes Foto hinausgehen, kann man doch Pixel sehen. Aber aufgepasst – der technische Fortschritt bei Bildsensoren wird schon bald Lichtfeldkameras mit höherer Auflösung ermöglichen.

Hier kann man die diversen Lytro-Modelle zur Zeit besonders günstig kaufen.